Gegen halb 11 rum machten wir uns in Richtung Party an der Uni auf, jedoch blieben wir gleich bei der nächsten Preparty hängen, die nur ein Stockwerk weiter unten war.
Noch einer halben Stunde konnten wir uns aber auch da loseisen und fuhren mit dem Rad zur Uni.Die Party war natürlich voll auf Motorsport getrimmt, so ein Motto verpflichtet. Es gab viele Reifenstapel, die Cocktails waren nach berühmten Rennfahrern benannt und die Overalls der Veranstallter waren ferrarirot, das ist hier offiziell die Farbe der Maschinenbauer. Im Kellergeschoss gab es eine Bar mit Liveband, die harten Rock bis Metal spielte während in der Haupthalle die übliche Discomukke gespielt wurde.
Ziemlich cool war, dass ich mich doch mit einigen Einheimischen über den Abend unterhielt, was so nur mit Besoffenen möglich ist. Die Schweden und vor allem die Schwedinnen sind zwar ein sehr freundliches aber auch sehr schüchternes Völkchen. Wenn die dann aber mal so gegen ein Uhr in der Früh voll sind wie eine Haubitze dann wird man ständig angelabert, meistens so auf die Art: "Hej, you are from Germany, right?" - "Fuck, is it that obvious?" ... Also dass man es an meinem deutschen Akzent hört versteh ich ja und dass mein Overall mich als Austauschstudent entlarvt ist auch klar, dass die aber meine Herkunft kennen obwohl ich noch gar kein einziges Wort gesagt habe wundert mich als schon ein Bisschen. Naja, die meisten Austauschstudenten hier sind nun mal aus Deutschland, deshalb wahrscheinlich.Die Kravall war echt spitze, wenn sie ganz nüchtern betrachtet auch wie jede Andere war aber das muss ja nichts Schlechtes heißen.
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