Heute morgen um halb 8 war ich bei einem kleinen, studentischen Lucia Vorführung an der Uni. Neben etwas Theaterspiel, von dem ich wieder fast nichts verstanden habe, ist der Kern einer solchen Veranstaltung immer eine Truppe Frauen in weißen Gewändern, die mit Kerzenkränzen auf dem Kopf Lieder singen.
Was hat es mit all dem auf sich? Lucia war eine italienische Heilige, die heutzutage für das Licht steht und Schutzpatronin der Blinden ist. Traditionell versucht man also heute durch Umzüge und Beschwörungen von Lucia Einfluss auf die spärlichen lokalen Lichtverhältnisse zu nehmen. Über den Sinn lässt sich, wie bei allen Traditionen, streiten aber es ist ganz nett anzusehen. Vor allem, weil die Lucia jedes Jahr neu von einer Jury unter den schönsten Schwedinnen ausgesucht wird. Eine ganz große Lucia-Wahl findet jedes Jahr in Stockholm statt, was neben "Schweden sucht den Superstar" (wird hier einfach "Idol" genannt) wohl der Traum vieler junger Schwedinnen ist.
Wo wir es gerade von Licht haben, da habe ich gerade einen starken Nachholbedarf. Ich war von letzten Freitag bis gestern Abend in Kiruna, der nördlichsten Stadt von Schweden, die jenseits des nördlichen Polarkreis liegt. Was ich da so alles Tolles erlebt habe erfahrt ihr demnächst, wenn ich die Bilder gesichtet habe. Gleiche Stelle, gleiche Welle!
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