Montag, Februar 12, 2007

Hurra Torpedo

Die Schweden machen sich ja gern mal über die Norweger lustig, so wie wir über die Holländer. Letztens zeigte Tobias uns diese Videos der norwegischen Band Hurra Torpedo, die es einem wirklich nicht schwer macht über die Norweger zu lachen.

Total Eclipse Of My Heart


All The Things She Said

Sonntag, Februar 11, 2007

Valla Saucer Rennen 2007

Zu den meisten Kravallen gibt es ja ein Thema und ein Wettbewerb. Bei dem letzten Kravall war das Thema "Valla Saucer Rennen" ("Schlittenrennen in Valla"). Der Wettbewerb dazu wurde am Samstag Mittag ausgetragen. Die verschiedenen Fachrichtungen hatten je einen Schlitten gebaut mit dem sie todesmutig den Hang runterdüsten. Durch die vielen Zuschauer, zwei Kommentatoren und Musik kam fast schon Stadionatmosphäre bei dem Rennen auf. Es gab einen Haufen tollkühner Konstruktionen von einem Einkaufswagen mit Autoreifen über einen Rollstuhl mit Skiern bis zu einem umgebauten Bett war alles dabei. Dabei geht es den Studenten nur um den Spaß an der Sache und den Grund zu Feiern, Verlierer gab es also keine.
Anstatt jetzt viele Worte über etwas zu verlieren, was man sich am Besten einfach anschaut, hier der Link zum Album.

In den nächsten Tag werden auf der offiziellen VSR-2007-Seite noch ein paar Bilder hochgeladen.

Freitag, Februar 09, 2007

VSR 2007 Kravall

Am gestrigen Donnerstag war mal wieder eine Kravall-Party angesagt. Die Preparty dafür war das erste Mal nach über einen halben Jahr bei uns auf dem Flur, dass ich sowas in meiner Zeit noch erleben darf *Träne aus den Augen wisch*. Da habe ich die letzten 6 Monate versucht meine Flurmitbewohner mit allen Mitteln der Diplomatie von einer Flurpreparty zu überzeugen oder davon, überhaupt mal geschlossen auf einen Kravall zu gehen aber es war vergebens. Verstärkung bekam ich erst durch unsere neuen Flurmitbewohner Matilda und Sofia, die man nicht wirklich zu einer Prepary überreden musste. Tobias und Mats waren dann ganz plötzlich der Idee auch nicht mehr so abgeneigt und die Flurparty war dadurch mit Mehrheit beschlossen.
Sehr cool war, dass nur wenige Austauschstudenten vor allem also Schweden zu der Party kamen. So war die Stimmung ganz anders wie bei einer gewöhnlichen Preparty, bei der man doch immer wieder die gleichen Austauschstudenten trifft.
Witzig ist, dass die Schweden nach ein paar Bier doch immer wieder mit den gleichen Themen anfangen. In der Gruppe, bei der ich stand, waren außer mir nur Schweden und schließlich kam dann die Frage von einer, wie das den nun ist mit den Prostituierten in Deutschland, worauf die anderen gleich einstiegen. Ob ich es gute finde, dass es in Deutschland legal, sogar ein normaler Beruf ist. Was ich davon halte, dass es in Schweden verboten ist und Freier bestraft werden. Nach der kleinen Aufwärmphase kamen dann gleich die direkteren Fragen wie: "Und? Hast du es schonmal gemacht? Also mit einer Prostituierten?"
Ganz locker: "Nö."
Nachbohrend mit einem Grinsen: "Ach, du kannst es ruhig sagen."
Schon etwas entrüstet: "Wenn ich es getan hätte, würde ich dazu stehen. Habe ich aber nicht."
Unbegreiflich welche Faszination von diesem Thema auszugehen scheint. Egal ob Schwede oder Schwedin, in den meist blauen Augen war eine funkelnde Neugier unverkennbar. Um dann zumindest einen Teil davon zu stillen, erzähle ich meistens davon, dass ich unweit eines Rotlichtviertels wohne und es einfach normal ist die Straße als Abkürzung zur Mensa zu nehmen. Um das Ganze noch etwas zu steigern, erwähne ich dann noch ganz beiläufig, dass es übrigens auch möglich ist sich das Geld für die Prostituierte vom Staat zu bekommen, falls man gewisse körperliche Behinderungen hat.
Spätestens danach fällt dann den Schweden die Kinnlade runter.
"Wie, Deutschland gibt manchen Typen Geld für die Nutten?"
"Ja klar, unser Staat will zufriedene Bürger, in jeder Hinsicht zufrieden."
Irgendwann hatte sich dann auch dieses Thema wieder erschöpft, wenngleich es sicher nicht das letzte Mal war, dass ich darüber ausgefragt wurde.
Um halb 12 machten wir uns dann auf Richtung Kravall, wo wir Gott sei Dank nicht lange in der Schlange stehen mussten. Drinnen spielte die Liveband Mindstate und es gab die üblichen Schlager- und Discoräume. Ich hatte eine Menge Spaß mit den Leuten von meinem Flur auf der Party.

Dienstag, Februar 06, 2007

Helsingfors

Letztes Wochenende machten ich mich mit sieben anderen Austauschstudenten auf Richtung Helsinki, was man in Schweden Helsingfors nennt. Freitag Mittag fuhren wir erst nach Stockholm, von wo die Fähre um 16:45 ablegte. Die Überfahrt nach Finnland dauerte insgesamt 16 Stunden, weshalb wir in Helsinki erst gegen 9 Uhr schwedischer, 10 Uhr finnischer Zeit ankamen.
Die Schifffahrt an sich war für mich schon ein Erlebnis. Nie zuvor bin ich in einem so großen Schiff über das Meer geschippert. Das Wetter war klar und kalt bei starkem Wind. Nachts standen wir stundenlang draußen an der Reling und betrachteten das offene Meer. Der Vollmond tauchte die sich kräuselnden Wellen in silbrigen Schein. Ein fantastischer Anblick, der so surreal, einen an Märchen denken ließ. Das leichte Schaukeln des Schiffes und der Geruch des Salzwassers trugen zu dieser Stimmung bei. Eine sehr schöne Erfahrung an die ich mich noch lange zurückerinnern werde.
Im Bauch des Schiffes ging es da schon desillusionierender zu. Hauptsächlich ältere Schweden nutzen die Fähre regelmäßig am Wochenende, um günstigen Alkohol einzukaufen und mal richtig die Sau rauszulassen. Wozu natürlich auch gehört, dass man sich in der Karaoke Bar bis auf die Knochen blamiert, woran sich die meisten am nächsten Tag eh nicht mehr erinnern können. Unsere Gruppe, die nur aus Deutschen und Österreichern bestand, konnte dem Ganzen nicht soviel abgewinnen. Natürlich tranken auch wir ein paar Bier aber keiner schlug über die Stränge. Es macht halt schon einen Unterschied wenn man aus einem Land kommt in dem Alkohol nichts Außergewöhnliches ist und stark in der Tradition verwurzelt.
In Helsinki angekommen versuchten wir in unserem siebenstündigen Landgang so viel wie möglich von der Stadt zu sehen. Hauptsächlich interessierten uns alte Gebäude wie Kirchen, der Dom, das Parlament und die Markthalle. Auch sahen wir das alte Olympiastadion von 1952, was noch ausgesprochen gut dastand für das Alter. Die Innenstadt von Helsinki ist wirklich sehr schön, schade, dass unsere Zeit sehr beschränkt war, wir hätten sicher noch viel mehr entdecken können.
Die Menschen in Finnland gehen übrigens vom Aussehen her in Richtung des Russischen, die Sprache ist entfernt mit dem Ungarischen verwandt. Da Finnland lange Zeit schwedische Kolonie war, ist selbst heute noch die zweite Amtssprache Schwedisch. Wir schlugen uns aber meistens mit Englisch durch, was die Finnen auch sehr gut beherrschen.
Abends dann waren wir zurück auf der Fähre und traten die Heimreise an. Nach einer Weile konnten auch wir dann den verlockenden Preisen des Duty-Free-Shops nicht mehr widerstehen und hamsterten genügend Alkohol für die nächsten Monate. Acht Paletten Bier und einige Flaschen Hartalk kamen zusammen, was wir alles in einen Wagen luden. Kurz vorm Ausgang kam Jan dann noch auf die Idee, die eine Verkäuferin, mit der er sich am vorherigen Tag schon gut unterhalten hatten, nach ein paar Probegetränke zu fragen. Schließlich, so meinte er, habe man ja mit einem Wagen voll Alk eine gute Argumentationsgrundlage denen noch etwas für umsonst aus den Rippen zu leiern. Jan ging also ein paar Gänge weiter zu seiner Verkäuferin während wir warteten. Nach einer Weile sah man Jan mit wilder Gestikulation die Verkäuferin quasi an die Wand diskutieren. Ich scherzte noch so zu den anderen, dass Jan sicher eine Flasche Wodka geschenkt bekommt und obendrein noch ihre Telefonnummer. Und tatsächlich, nachdem weitere fünf Minuten verstrichen waren, kam Jan grinsend wie ein Honigkuchenpferd siegreich mit einer Flasche finnischen Wodka zu uns rüber stolziert.
"Wie?? Du hast der wirklich eine ganze Flasche Wodka abgeschwatzt?"
"Das ist ihr Lieblingswodka, aus reinem Quellwasser..."
"Und den hat die dir geschenkt?"
"Nein, aber der ist so gut, aus reinem finnischen Quellwasser, da ist nur ein Filter zwischen Quelle und Flasche und der hält die Kieselsteine zurück..."
"Moment, du hast mir der zehn Minuten diskutiert, um eine Flasche Wodka kaufen zu dürfen?"
"... Ja, aber das ist der beste Wodka..."
Es war also schnell klar, wer die besseren Überzeugungstricks und Argumente hatte. Nach nur 10 Minuten den sonst so redegewandten Jan eine derartige Gehirnwäsche zu verpassen, dass er sich freut eine Flasche Wodka kaufen zu dürfen, ist echt schon eine tolle Leistung :-)
Wir hatten alle eine Menge Spaß auf dem Schiff und ich bin froh mit einer so tollen Gruppe unterwegs gewesen zu sein. Danke Jan R., Babs, Jan L., Moni, Bernhard, Susie und Andreas für das tolle Wochenende!


In den nächsten Tagen werde ich weitere Bilder hochladen. Es lohnt sich also später nochmal vorbeizuschauen.

Montag, Januar 29, 2007

Am Deutschen Wesen soll das Internet genesen

Mal etwas ganz anderes. Habe gerade erfahren, dass ich mit diesem schönen Blog hier einen nicht unerheblichen Beitrag zum Deutschen Literaturgut leiste und ihn deshalb nach dem Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek in der Nationalbibliothek abliefern muss, in zweifacher Ausfertigung versteht sich. Es lebe die deutsche Gründlichkeit! Den ganzen Kleinkriminellen dort draußen, die denken sie könnten eine kleine Homepage betreiben ohne die Deutsche Nationalbibliothek darüber in Kenntnis zu setzen, droht man mit einem Bußgeld von bis 10.000,- €. Mit dem Geld wird dann sicher die deutsche Steinkohle subventioniert :-)
Egal, mein Gewissen ist so rein wie der Schnee vor meiner Haustür, da gerade folgende Email meinen Rechner verließ.
Guten Tag,

als verantwortungsvoller und gesetzestreuer Bürger der Bundesrepublik Deutschland möchte ich den Forderungen aus der Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) vom 22. Dezember 2006 nachkommen.
Ich möchte hiermit meine Webseite http://mein-ikealand.blogspot.com/ abliefern, wie es nach §14 (3) des DNBG von mir verlangt wird. Es tut mir außerordentlich Leid, dass ich der einwöchentlichen Ablieferungsfrist nach §14 (4) nicht nachgekommen bin und bin reuig. Wären sie so nett von dem Bußgeld von bis zu 10.000,- € nach §19 abzusehen?


Mit freundlichen Grüßen,

Florian Wilhelm

Auf die Antwort bin ich ja mal gespannt :-) Bitte schreibt mir doch was Nettes und legt mir einen Buchgutschein bei!